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Begriffe aus der Buchhaltung: Die Bilanz – Aktiva und Passiva

8. Mai 2015 von Christina S.

Mit dem heutigen Artikel starten wir eine Blogreihe, in der wir Ihnen die wichtigsten Begriffe aus der Buchhaltung vorzustellen möchten. Ziel der Reihe ist es, Sie in in die Welt der Zahlen und Begriffe einzuführen, damit Sie einfache Bilanzen lesen können. Thema heute: Die Bilanz – Aktiva und Passiva.

Zusätzlich beginnen wir in Kürze eine weitere Serie zum Thema „Wichtige Kennzahlen für Ihr Unternehmen“, mit deren Hilfe Sie Ihre Firma analysieren und beurteilen können.

 

Die Bilanz

Die Bilanz ist ein wichtiges Instrument, um rasch Auskunft über die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens zu bekommen. Begriffe wie Aktiva und Passiva der Bilanz oder Mittelherkunft und Mittelverwendung hat wohl der eine oder andere von uns schon mal gehört. Aber auf die Frage, was mit den Begriffen konkret gemeint ist, können wir dann oftmals keine Antwort geben.

Die Bilanz wird nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung aufgestellt und ist eine wichtige Informationsquelle. Mit „Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung“ sind sämtliche Regeln gemeint, nach denen Geschäftsfälle im Rahmen der laufenden Buchhaltung aufzuzeichnen sind. Diese Regeln gelten sowohl für Bücher als auch für Aufzeichnungen. Manche lesen eine Bilanz aus reinem Interesse, andere wiederum sind aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit dazu angehalten, das Lesen einer Bilanz zu „erlernen“ oder sich damit zumindest näher auseinanderzusetzen.

 

Wozu muss man eine Bilanz lesen können?

Der große Mehrwert der Bilanz ergibt sich dadurch, dass man schnell Aufschluss über die Stärken und Schwächen eines Unternehmens bekommt und die Unternehmenssituation so auch besser beurteilen kann. Natürlich kann man daraus eine komplizierte Wissenschaft machen - in diesem und den weiteren zur Reihe gehörenden Blogartikel beschränken wir uns auf das Erklären wichtiger Begriffe aus der Buchhaltung.

 

Struktur einer Bilanz

Die Bilanz ist in eine sogenannte Aktivseite und Passivseite unterteilt. Wie Aktiv- und Passivseite der Bilanz gegliedert und unterteilt sein müssen, ist sehr stark von der Rechtsform des Unternehmens abhängig. Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GesmbH) hat eine Bilanz anders zu gliedern als beispielsweise ein eingetragener Verein.

 

AKTIVA der Bilanz (= Mittelverwendung)

Mit Aktivseite (Aktiva) der Bilanz sind alle Positionen gemeint, die das Unternehmen auf der linken Seite der Bilanz ausweist. Die Aktiva zeigt auf, wie die vorhandenen Mittel im Unternehmen verwendet werden („Mittelverwendung“). Diese Seite der Bilanz ist in die zwei Bereiche „Anlagevermögen“ und „Umlaufvermögen“ unterteilt. Während das Anlagevermögen etwas Langfristiges widerspiegelt, handelt es sich beim Umlaufvermögen um etwas Kurzfristiges.

Zum Anlagevermögen zählen beispielsweise Maschinen, maschinelle Anlagen, Fahrzeuge sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Diese Vermögensgegenstände stehen dem Unternehmen dauerhaft zur Verfügung und zählen deswegen zum Anlagevermögen. Vorräte, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Halb- und Fertigerzeugnisse sind aufgrund ihrer vorübergehenden Nutzung nicht dem Anlagevermögen zuzurechnen und daher als Umlaufvermögen in der Bilanz auszuweisen. Genauso verhält es sich mit Bar- bzw. Bankguthaben, die ebenfalls dem Umlaufvermögen zugerechnet werden.

 

PASSIVA der Bilanz (= Mittelherkunft)

Mit Passivseite (Passiva) der Bilanz sind alle Positionen gemeint, die das Unternehmen auf der rechten Seite der Bilanz ausweist. Die Passivseite der Bilanz gibt Auskunft darüber, woher die Mittel kommen („Mittelherkunft“). Vereinfacht gesagt, werden auf der Passivseite sowohl das Eigenkapital als auch die Verbindlichkeiten des Unternehmens abgebildet.

Zum Eigenkapital werden u.a. all jene Mittel gezählt, die von den Eigentümern eines Unternehmens selbst zu dessen Finanzierung aufgebracht werden. Verbindlichkeiten (Schulden) werden dem Fremdkapital zugerechnet. Als Beispiel können Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten genannt werden. Auch Rückstellungen, die z.B. für Pensionen oder Abfertigungen gebildet werden, zählen zum Fremdkapital. Genauso wie Verbindlichkeiten stellen auch Rückstellungen Verpflichtungen des Unternehmens dar, aber man kann noch nicht genau sagen wann und in welcher Höhe sie entstehen werden.

 

Summengleichheit: Wozu?

Aktivseite und Passivseite müssen Summengleichheit ergeben. Das ist die Grundregel einer Bilanz. Warum muss das so sein? Weil das Unternehmensvermögen (Aktivseite, Anlage- und Umlaufvermögen) auch Jemanden gehört (Passivseite, Eigen- bzw. Fremdkapital). Merken kann man sich das Ganze so: Der Begriff „Bilanz“ leitet sich aus dem italienischen Wort „bilancia“ (= Waage) ab und das assoziiert ja schon, dass hier ein Gleichgewicht gegeben sein muss.

 

Im nächsten Teil der Serie

Im Juni erzählen wir Ihnen in unserem Blog Wissenswertes über Eigenkapital und Fremdkapital.

Wünschen Sie sich die Erklärung eines speziellen Begriffs? Posten Sie diesen auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/prosaldonet, die meistgewünschten Begriffe werden wir gerne in unsere Reihe aufnehmen!

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