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Steuerreform 2015/2016
Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick! – Teil 2

7. September 2015 von Aleks M.

Im zweiten Teil unserer Blogreihe zum Thema Steuerreform 2015/2016 (hier finden Sie den ersten Teil) haben wir für Sie die wichtigsten Änderungen im Bereich Umsatzsteuer, Kapitalertragsteuer, Immobilienertragsteuer und Grunderwerbsteuer zusammengefasst.

 

Umsatzsteuer

Die zentralste Änderung in der Umsatzsteuer stellt die Einführung des Umsatzsteuersatzes von 13 Prozent dar. Die wichtigsten Bereiche für die der neue Steuersatz gilt, sind nachfolgend aufgelistet.

  • Beherbergungsleistungen und Eintrittskarten im kulturellen Bereich (Theater, Musik- & Gesangsaufführungen, Museen, Tiergärten) unterliegen grundsätzlich ab 01.05.2016 dem neuen Umsatzsteuersatz. Allerdings wird es für Umsätze die zwischen dem 01.05.2016 und 31.12.2017 erbracht werden auch eine Übergangsfrist geben. Wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen, erfolgt die Besteuerung dieser Leistungen (während der Übergangsfrist) weiterhin mit den bisher geltenden 10 Prozent. Wird im Zuge der Beherbergung ein ortsübliches Frühstück (inkl. Frühstücksgetränk) verabreicht, unterliegt dieses weiterhin dem ermäßigten Steuersatz von 10 Prozent.
  • Umsätze mit lebenden Tieren werden ab 01.01.2016 ebenfalls mit 13 Prozent besteuert (bisher 10 Prozent).
  • Für den Ab-Hof-Verkauf von Wein, der bisher mit 12 Prozent besteuert wurde, gilt ab 01.01.2016 auch der neue Steuersatz von 13 Prozent.

 

Kapitalertragssteuer

Mit der Steuerreform 2015/2016 erhöht sich der Steuersatz für Einkünfte aus Kapitalvermögen von 25 Prozent auf 27,5 Prozent. Der begünstigte Satz in Höhe von 25 Prozent gilt ab dem Jahr 2016 nur mehr für Kapitalerträge aus Geldeinlagen und nicht verbriefte sonstige Forderungen bei Kreditinstituten (z.B. Sparbuch- und Kontozinsen).

 

Immobilienertragsteuer

Eine Erhöhung der Immobilienertragsteuer von 25 Prozent auf 30 Prozent bringt die Reform ebenfalls mit sich. Zusätzlich wird die Bemessungsgrundlage bei gewissen Grundstückstransaktionen ausgeweitet (Inflationsabschlag entfällt).

 

Grunderwerbsteuer

Massive Anpassungen ergeben sich durch die Steuerreform 2015/2016 im Bereich der Grunderwerbsteuer. Bei der unentgeltlichen Übertragung von Grundstücken ist ab 01.01.2016 nunmehr der Grundstückswert (= Verkehrswert) als Bemessungsgrundlage heranzuziehen. Das gilt auch bei Erwerben im Familienverband.  Details zur Grundlage für die Ermittlung des Grundstückswertes (bzw. Verkehrswertes) sollen zeitnah in einer Verordnung zur Verkehrswertberechnung veröffentlicht werden. Für unentgeltliche Übertragungen im Land- und Forstwirtschaftsbereich bleibt allerdings weiterhin die bisherige Besteuerung erhalten (Hintergrund: Im Jahr 2015 wurden bereits neue Einheitswerte eingeführt.).

Die Berechnung der Grunderwerbssteuer für unentgeltlichen Erwerb von Grundstücken bemisst sich künftig anhand eines Stufentarifs:

  • Für die ersten 250.000 Euro 0,5 Prozent,
  • für die nächsten 150.000 Euro 2 Prozent,
  • und darüber hinaus 3,5 Prozent.

Entgeltliche Übertragungen werden grundsätzlich weiterhin mit 3,5 Prozent besteuert.

Im nächsten Beitrag: Maßnahmen zur Bekämpfung von Steuer- und Sozialbetrug

Im nächsten Beitrag zum Thema Steuerreform 2015/2016 haben wir die wichtigsten Maßnahmen zur Bekämpfung von Steuer- und Sozialbetrug für Sie zusammengetragen. 

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