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Vorbereitung Steuerprüfung

9. März 2010 von Claudia A.

Außenprüfung der Finanzverwaltung – vulgo: Steuerprüfung

Die Finanzverwaltung führt bei Unternehmern und Freiberuflern üblicherweise im Zeitraum von 3-5 Jahren eine Steuerprüfung (die seit Ende 2003 offiziell "Außenprüfung" heißt) durch.

Der Zeitraum der normalerweise geprüft wird, beträgt 3 Jahre, kann aber auch bis zum Ablauf der Verjährungsfrist ausgedehnt werden.

Eine Außenprüfung wird in der Regel eine Woche vor deren Beginn angekündigt, wenn dadurch nicht der Prüfungszweck vereitelt wird (z.B. bei Gefahr im Verzug) und wird grundsätzlich in den Räumen des geprüften Unternehmens durchgeführt. Wenn dies nicht möglich ist, kann sie auch in den Räumlichkeiten des Steuerberaters oder im Finanzamt stattfinden. Durch das zuständige Finanzamt wird für jede Steuerprüfung ein eigener Prüfungsauftrag (mit genauer Anführung der zu prüfenden Steuern und Zeiträume) ausgestellt, der auch vom Steuerprüfer bei Beginn der Prüfung vorzulegen ist.

Es ist zu beachten, dass im Falle von Steuerdelikten eine Selbstanzeige mit strafbefreiender Wirkung spätestens bis zum Beginn der Steuerprüfung abgegeben werden kann.

Nach Beendigung der Steuerprüfung kommt es zu einer Schlussbesprechung, in der das Prüfungsergebnis besprochen wird.

Für eine optimale Vorbereitung auf eine Außenprüfung gibt es einiges zu beachten:

Grundsätzlich sollte ein Unternehmer seine Geschäfte dauernd so führen, dass er von einer Außenprüfung nichts zu befürchten hat.

Um das Risiko unentdeckter Fehler möglichst gering zu halten, sollten laufende geschäftliche Transaktionen nach bestimmten Regeln unter Berücksichtigung der steuerlichen Effekte abgewickelt werden.

Beispiele dafür sind:

•  die laufende Information und Schulung der Mitarbeiter,

•  die getrennte Verbuchung von steuerlich relevanten Sachverhalten,

•  die korrekte Erfassung der Umsatzsteuersätze,

•  die Sicherstellung ausreichender Nachweise und

•  die Organisation einer ordnungsgemäßen Buchführung,

Darüber hinaus sind Transaktionen für steuerliche Zwecke ausreichend zu dokumentieren. So sollten etwa Rechnungen für Werbeaufwendungen, die einen gewissen Erklärungsbedarf haben könnten, durch Broschüren, Fotos oder Kopien einer Anzeige ergänzt werden. Somit muss nicht erst während der Außenprüfung umständlich ein Nachweis erbracht werden. Eine systematische Belegorganisation ist eine Grundvoraussetzung für das rasche Auffinden von Nachweisen in der Form von Belegen, Verträgen oder Vereinbarungen.

Relevante gesetzliche Bestimmungen: §§ 147 bis 151 BAO

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