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Steuerreform 2015/2016 Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick! – Teil 1

7. August 2015 von Aleks M.

Die Steuerreform 2015/2016 ist nach langem Hin und Her nun endgültig beschlossen und bringt einiges an Veränderungen mit sich. Damit Sie über die wichtigsten Anpassungen und Neuheiten bestens informiert sind, haben wir eine Auflistung der zentralen Änderungen für Sie zusammengestellt. Im ersten Teil der Beiträge zu diesem Thema werden die wichtigsten Änderungen im Bereich der Einkommensteuer aufgezeigt.

 

Einkommensteuer

In der Einkommensteuer gibt es wohl die prägendste Veränderung, nämlich die große Tarifreform. Diese sieht ab dem Jahr 2016 einen deutlich niedrigeren Eingangssteuersatz von 25 % vor (bisher 36,5 %). Statt der bisherigen drei Tarifstufen wird es künftig sechs Tarifstufen geben. Die neuen Tarifstufen sind in der nachstehenden Tabelle ersichtlich.

Die Einkommensteuer beträgt ab dem Jahr 2016 jährlich

für die ersten 11.000 Euro

0 %

für Einkommensteile über 11.000 Euro bis 18.000 Euro

25 %

für Einkommensteile über 18.000 Euro bis 31.000 Euro

35 %

für Einkommensteile über 31.000 Euro bis 60.000 Euro

42 %

für Einkommensteile über 60.000 Euro bis 90.000 Euro

48 %

für Einkommensteile über 90.000 Euro

50 %


Zusätzlich wird sich der Steuersatz für Einkommensteile, die über einer Million Euro liegen, in den Kalenderjahren 2016 bis 2020 auf 55 % belaufen.

Ihre persönliche Einsparung durch die neue Steuerreform können Sie sich mit dem Entlastungsrechner des BMF direkt ausrechnen lassen.

 

Besonderheiten ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen:

 

Der Arbeitnehmerabsetzbetrag wird künftig in den Verkehrsabsetzbetrag integriert und beträgt in Summe EUR 400,- (bisher EUR 345,-). Eine zusätzliche Änderung gibt es für PendlerInnen: Der Pendlerausgleichsbetrag (maximal EUR 290,-), der gering verdienenden PendlerInnen unter bestimmten Voraussetzungen zustand, entfällt ab der Veranlagung 2016. Stattdessen wird ihnen - unter bestimmten Voraussetzungen - ein erhöhter Verkehrsabsetzbetrag in Höhe von EUR 690,- zustehen.

Des Weiteren erhöht sich die Negativsteuer von gegenwärtig EUR 110,- auf maximal EUR 400,- und wird zukünftig auch Pensionisten (allerdings nur bis zum Maximalbetrag von EUR 110,-) zustehen.

Eine gravierende Änderung ergibt sich mit der Steuerreform durch die antragslose Arbeitnehmerveranlagung bei Gutschriftsfällen. Ab dem Veranlagungsjahr 2016 kann das Finanzamt bei Vorliegen einer Lohnsteuer-Gutschrift die zu viel bezahlte Lohnsteuer ohne Antrag zurückerstatten. Die Durchführung der automatischen Steuerrückerstattung ist allerdings an das Vorliegen bestimmter Voraussetzungen gebunden (z.B. Vorliegen ausschließlich nichtselbstständiger Einkünfte, etc.).

 

Besonderheiten Familien

 

Familien profitieren ab 2016 ebenfalls von der Steuerreform 2015/2016, da der Kinderfreibetrag erhöht wird. Bei Geltendmachung von einem Steuerpflichtigen beträgt der neue Kinderfreibetrag EUR 440,- jährlich. Wenn der Freibetrag von beiden Steuerpflichtigen für dasselbe Kind geltend gemacht wird, dann beläuft er sich auf EUR 300,- jährlich pro Person.

 

Im nächsten Beitrag: Umsatzsteuer, Kapitalertragsteuer usw.

Im zweiten Beitrag im September zum Thema Steuerreform 2015/2016 stellen wir Ihnen die wichtigsten Änderungen im Bereich Umsatzsteuer, Kapitalertragsteuer, Immobilienertragssteuer, Grunderwerbssteuer und Co vor.

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