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Einkommensteuer-Erklärung für 2016: Wer? Was? Wie? Wann?

3. Februar 2017 von Aleks M.

Und jährlich grüßt die Steuererklärung! Ganz nach diesem Motto haben wir für Sie einen Überblick mit den wichtigsten Informationen zur Einkommensteuererklärung 2016 erstellt. Wer was bis wann und wie abzugeben hat, haben wir für Sie zusammengefasst.

 

Wer?

Sie haben Ihren Wohnsitz in Österreich und erzielen bspw. Einkünfte aus selbstständiger Arbeit (z.B. Arzt, Rechtsanwalt, etc.), einem Gewerbebetrieb oder werden vom Finanzamt explizit aufgefordert, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, dann gilt jedenfalls die Devise „Einkommensteuererklärung einreichen“. Ganz allgemein besteht die Pflicht zur Einreichung der Einkommensteuererklärung, wenn:

  • Sie neben lohnsteuerpflichtigen Einkünften (z.B. Lohn/Gehalt) auch andere Einkünfte (z.B. aus einem Werkvertrag) von insgesamt mehr als 730 Euro verdient haben und Ihr gesamtes Einkommen 12.000 Euro übersteigt.
  • Ihr Einkommen keine lohnsteuerpflichtigen Einkünfte enthält und mehr als 11.000 Euro beträgt.
  • Sie in Österreich unbeschränkt steuerpflichtig sind und Einkünfte aus Kapitalvermögen bezogen haben, die dem besonderen Steuersatz von 27,5 %, aber nicht der KESt unterliegen (z.B. ausländische Kapitaleinkünfte).
  • Einkünfte aus privaten Grundstücksveräußerungen im Sinne des § 30 EStG erzielt wurden, für die keine Immobilien-Ertragsteuer bezahlt wurde.
  • Sie betriebliche Einkünfte (Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit) erzielt haben und der Gewinn mittels Buchführung ermittelt wurde.

 

Was?

Es ist die Einkommensteuererklärung mittels Formular E 1 sowie ggf. die entsprechenden Beilageformulare E 1a, E 1ak, E 1b, E 1c bzw. E 1kv einzureichen. Ihr Einkommen wird basierend auf den Eingaben der Steuererklärung ermittelt.

Im Formular E1 (inkl. Beilageformulare) werden die Eingaben zu den sieben Einkunftsarten abgedeckt. Die sieben Einkunftsarten inkl. Verweis auf die entsprechenden Beilageformulare sind nachstehend aufgelistet:

  • Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft (Unterformulare E 1a bzw. E 1ak oder E 1c sind zur E 1-Erklärung beizulegen)
  • Einkünfte aus selbstständiger Arbeit (Unterformulare E 1a bzw. E 1ak sind zur E 1-Erklärung beizulegen)
  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb (Unterformulare E 1a bzw. E 1ak sind zur E 1-Erklärung beizulegen)
  • Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen (Unterformular E 1kv ist zur E 1-Erklärung beizulegen)
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (Unterformular E 1b ist zur E 1-Erklärung beizulegen)
  • Sonstige Einkünfte (z.B. Einkünfte aus privaten Grundstücksveräußerungen, Spekulationseinkünfte, Einkünfte aus wiederkehrenden Bezügen wie bspw. Leibrenten, etc.)

Die so ermittelten Gesamteinkünfte (= Gesamtsumme der Einkünfte aller Einkunftsarten gemäß E 1-Erklärung und Beilageformularen sowie sonstigen der Finanz bekannten Informationen, z.B. Jahreslohnzetteldaten) stellen grundsätzlich die Steuer-Bemessungsgrundlage dar. Sonderausgaben (z.B. Kirchenbeiträge, Spenden), außergewöhnliche Belastungen (z.B. Kinderbetreuungskosten, Krankheitskosten) und Freibeträge (z.B. Kinderfreibetrag) kürzen diese Bemessungsgrundlage und werden - soweit vorhanden - von den ermittelten Gesamteinkünften abgezogen. Das Einkommen, das sich nach dieser Berechnung ergibt, ist die endgültige Bemessungsgrundlage für die Einkommensteuer. Die Einkommensteuer wird dann nach den Einkommensteuertarifstufen berechnet und ggf. um Absetzbeträge (z.B. Verkehrsabsetzbetrag, Alleinverdienerabsetzbetrag, etc.) gekürzt. Der sich so ergebende Betrag entspricht Ihrer Einkommensteuer für das Jahr 2016. Wenn Vorauszahlungen (z.B. Einkommensteuer-Vorauszahlungen) oder anrechenbare Lohnsteuer für das Jahr vorliegen, dann werden diese gegengerechnet, und der ermittelte Betrag ergibt dann Ihre Nachzahlung oder Gutschrift zur Einkommensteuer.

 

Wie?

Die Einreichung der Einkommensteuererklärung hat grundsätzlich verpflichtend elektronisch über FinanzOnline zu erfolgen. Die Formulare können entweder direkt in FinanzOnline ausgefüllt und übermittelt werden oder es kann eine XML-Datei (ist standardmäßig mit diversen Steuer-Programmen wie z.B. dem Steuer-Experten von haude electronica, generierbar) via FinanzOnline eingereicht werden. Bilanzierer müssen zusätzlich zur Einkommensteuererklärung auch die Bilanz 2016 und die Gewinn-und-Verlustrechnung einreichen. Das kann auch elektronisch über „E-Bilanz“ erfolgen.

Bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern genügt die Übermittlung der E 1a- bzw. E 1ak-Beilage (für Kleinunternehmer), in der eine standardisierte Aufstellung von Betriebseinnahmen und -ausgaben beinhaltet ist. Die zusätzliche Einreichung in Papierform ist nicht notwendig.

Hinweis: Für die Nutzung von FinanzOnline benötigen Sie Zugangsdaten. Die Anmeldung müssen Sie persönlich oder über einen Steuerberater bei Ihrem Finanzamt vornehmen.

Sollten Sie keine Möglichkeit haben, Ihre Steuererklärung elektronisch auszufüllen bzw. zu übermitteln (z.B. mangels Internetverbindung), dann darf die Einreichung auch in Papierform (nur amtlich genehmigte Vordrucke bzw. genehmigte Varianten aus Softwareprogrammen) erfolgen.

 

Wann?

Die Einkommensteuererklärung 2016 hat bei Einreichung in Papierform spätestens bis 30. April 2017 zu erfolgen. Bei der elektronischen Übermittlung via FinanzOnline verlängert sich die Frist bis 30. Juni 2017. Sollten Sie eine steuerliche Vertretung haben, dann haben Sie in der Regel noch länger Zeit für die Einreichung.

 

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