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Die GmbH NEU ab 1.7.2013

23. Juli 2013 von Martin S.

Die Gründung einer GmbH wird jetzt einfacher und billiger. Zu den Eckdaten der Reform: Absenken des Mindeststammkapitals und damit verbunden das Absenken der Mindest-KöSt. Verringerung der Kosten des Notariatsakts und Fall der Veröffentlichungspflicht in der „Wiener Zeitung“.

Senkung des Mindeststammkapitals von € 35.000,- auf € 10.000,-

Davon ist (wie bisher) die Hälfte in bar auf dem Gesellschaftskonto zu hinterlegen. Für viele kleinere und mittelständische Unternehmen in Österreich bedeutet das eine Erleichterung bei der Gründung einer GmbH. Maßgeblich ist hierbei der Unternehmenszweck. Im Einzelfall wird je nach Geschäftstätigkeit zu entscheiden sein, ob dieses Mindeststammkapital einer ausreichenden Eigenkapital-Ausstattung entspricht. Für bestehende GmbHs besteht die Möglichkeit, das Mindestkapital zu verringern. Dabei sind jedoch die schon bisher bestehenden Regeln des GmbH-Gesetzes für Kapitalherabsetzung (§§ 49 ff GmbHG) zu beachten.

Senkung der Mindestkörperschaftsteuer von € 1.750,- p.a. auf € 500,- p.a.

Durch die Herabsetzung des Mindestkapitals verringert sich auch die Mindestkörperschaftsteuer. Die Mindest-KöSt (5 % des Mindestkapitals p.a.) beträgt nun nur mehr € 500,- p.a..

Reduktion der Notar- und Rechtsanwaltskosten für den Gründungsakt um ca. 50 %

Der Gesellschaftsvertrag der GmbH muss in Form eines Notariatsaktes erstellt werden. Die Erstellungskosten dieses Notariatsaktes orientieren sich an der Höhe des Mindeststammkapitals. Die Herabsetzung der bisherigen Mindestkapitalgrenze bedeutet auch eine Verringerung der entsprechenden Kosten.

Wegfall der Veröffentlichungspflicht in der Wiener Zeitung

Die Neugründung einer GmbH ist künftig nur noch in der Ediktsdatei bekannt zu machen. Zu beachten ist allerdings, dass für spätere Änderungen des Gesellschaftsvertrags die Bekanntmachung in der Wiener Zeitung nach wie vor erforderlich ist.

Verschärfte Kontrollmechanismen

Die Sorgfaltsplicht des Unternehmers umfasst auch heute schon die Führung eines den Unternehmensanforderungen entsprechenden internen Controllings. Bisher hatte der Geschäftsführer die Pflicht eine Generalversammlung einzuberufen, wenn die Hälfte des Stammkapitals verloren gegangen ist. Neu ist, dass den Geschäftsführer diese Pflicht auch dann trifft, wenn die Eigenmittelquote weniger als 8 % und die fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre beträgt (URG §§ 23-24). In diesem Fall wird das Vorliegen einer Krise vermutet. Weiteres wird künftig - im Falle der Führungslosigkeit einer Kapitalgesellschaft - jener Gesellschafter mit einem Anteil von über 50 % am Stammkapital zur Stellung eines Insolvenzantrages berechtigt und verpflichtet sein.

Beträchtliche Senkung der Gründungskosten

Zusammengefasst bleibt festzuhalten, dass die GmbH NEU viele Erleichterungen bei der Gründung der GmbH mit sich bringt. Man sollte aber nicht vergessen, dass den Geschäftsführer - wie auch schon bisher - umfangreiche Sorgfaltspflichten treffen. Ebenfalls gibt es in der Praxis keine vollständige Trennung von privatem und betrieblichem Kapital, da ohne entsprechende Sicherheiten (aus privatem Vermögen) selten Kredite vergeben werden. Die Gründung einer GmbH sollte daher eine gründlich abgewogene Entscheidung sein.

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