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So funktioniert’s: Zusammenfassende Meldung erstellen

11. August 2015 von Lydia R.

In diesem Artikel möchten wir auf das Erstellen der Zusammenfassenden Meldung - kurz ZM - in ProSaldo.net eingehen. Wir erklären Ihnen, was die Zusammenfassende Meldung ist und zeigen anhand von Beispielen, wie diese zu buchen ist.

 

Was ist die Zusammenfassende Meldung?

Bei der Zusammenfassenden Meldung handelt es sich grundsätzlich um eine Übersicht Ihrer innergemeinschaftlichen Lieferungen sowie der sonstigen Leistungen EU, bei denen es nach Artikel 196 MwSt-RL zum Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger kommt.

Um diese offizielle Beschreibung ein wenig „auszudeutschen“: Diese Meldung beim Finanzamt ist dann notwendig, wenn Sie steuerfrei Waren an einen Unternehmens-Kunden liefern (oder auch Dienstleistungen verkaufen), der seinen Firmensitz in einem EU-Mitgliedstaat hat und die UID-Nummer des Kunden auf Ihrer Rechnung ausgewiesen ist.

Hinweis:
Als meldepflichtige Unternehmen gelten auch nicht selbstständige juristische Personen (Organgesellschaften), falls Sie eine eigene UID-Nummer haben, sowie pauschalierte Land- und Forstwirtinnen/Land- und Forstwirte.

 

Wann muss die Zusammenfassende Meldung abgegeben werden?

Die Abgabe der ZM erfolgt entweder monatlich oder vierteljährlich, je nachdem, wie die Umsatzsteuer-Voranmeldung abzuführen ist. Wer zur Führung einer solchen ZM verpflichtet ist und unter welchen Voraussetzungen diese zu führen ist, finden Sie in einem unserer vorherigen Blogartikel: Die Zusammenfassende Meldung

 

Worauf muss ich bei der Erstellung der Zusammenfassenden Meldung in ProSaldo.net achten?

Grundsätzlich kann die Zusammenfassende Meldung unter dem Menüpunkt "Extras" -> "Buchhaltung" -> "Zusammenfassende Meldung" erstellt werden.

Das Erstellen der ZM in ProSaldo.net hängt direkt mit den bei der Verbuchung verwendeten Steuercodes zusammen. Die ZM wird nur dann erstellt, wenn mit einem der folgenden Steuercodes gebucht wird:

Steuercode

Bedeutung

953

Art. 6/1 innergemeinschaftliche Lieferungen und Verbringung

L100

Sonstige Leistungen EU mit Ausweis in ZM und Umsatzsteuervoranmeldung

L120

Sonstige Leistung EU mit Ausweis ZM ohne Ausweis UVA


Grundsätzlich können die notwendigen Eingaben folgendermaßen erfolgen:

1) Erstellen der Ausgangsrechnung in ProSaldo.net

Wird eine Ausgangsrechnung erstellt, besteht die Möglichkeit, die Steuerart während dem Erstellen der Rechnung auszuwählen. Damit Ihnen hier aus programmtechnischer Sicht eine Zusammenfassende Meldung erstellt wird, muss bei der Steuerart entweder „IGL“ oder „sonstige Leistung EU“ ausgewählt werden.

Wählen Sie die Steuerart „IGL“ aus, bucht das Programm automatisch mit dem Steuercode „953“. Bei der Auswahl der Steuerart „sonstige Leistungen EU" wird grundsätzlich auf dem Steuercode L120 gebucht.


Beachten Sie hierbei, dass bei der Auswahl dieser Steuerart (sonstige Leistungen EU) der Wert nur in der Zusammenfassenden Meldung berücksichtigt wird, jedoch nicht in der UVA. Damit dieser sowohl in der hierfür vorgesehenen Kennzahl der Umsatzsteuer-Voranmeldung als auch in der Zusammenfassenden Meldung ausgegeben wird, müssen Sie den Offenen Posten mit dem entsprechenden Steuercode (in diesem Fall „L100“) manuell anlegen. Wie Sie einen Offenen Posten manuell erfassen können, zeigen wir Ihnen in einem Beispiel weiter unten.

2) Manuelle Erfassung der Ausgangsrechnung in der Buchungsmaske

Damit eine Zusammenfassenden Meldung erstellt wird, ist es notwendig, einen der oben angeführten Steuercodes in der Buchungsmaske auszuwählen.

Bitte beachten Sie, dass hier die Angabe der Kunden-UID notwendig ist, damit auf den weiter oben erwähnten Steuercodes gebucht werden kann. Diese können Sie unter dem Punkt "Stammdaten" -> "Kunden" beim betreffenden Kunden hinterlegen. Sobald dann das entsprechende Personenkonto in der Buchungsmaske ausgewählt wird, wird die UID automatisch in die Buchungsmaske übernommen.


Beispiel der Erfassung einer innergemeinschaftlichen Lieferung als offener Posten in der doppelten Buchhaltung:


Nachdem der offene Posten erstellt wurde, wird die „Buchung“ dementsprechend in der ZM ausgewiesen:


Beispiel der Erfassung einer innergemeinschaftlichen Lieferung als offener Posten in der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung:

In beiden angegebenen Varianten wird ein offener Posten erstellt. Dies erfolgt entweder automatisch mit dem Abschließen der Rechnung oder durch die manuelle Eingabe in der Buchungsmaske.

Beim Ausbuchen des offenen Postens ist in der doppelten Buchhaltung folgendermaßen vorzugehen:


Das Ausbuchen des offenen Postens in der E/A funktioniert folgendermaßen:

 

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Christian Haberl
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