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Kammerumlage

13. Januar 2014 von Martina J.

Für alle Mitglieder der Wirtschaftskammerorganisation besteht Kammerumlagepflicht. Lesen Sie im nachfolgenden Artikel, wie Sie die Kammerumlage ermitteln und verbuchen.

Was ist die Kammerumlage?

Die Kammerumlage dient der Finanzierung der Wirtschaftskammer, daher besteht für alle Mitglieder der Wirtschaftskammerorganisation Kammerumlagepflicht.

Dieser Blogartikel beschäftigt sich mit der – üblicherweise als Kammerumlage bezeichneten – Kammerumlage 1. Es gibt auch die KU 2, welche sich auf die Lohnsumme der Mitarbeiter bezieht, für diese wird jedoch üblicherweise immer der Begriff „Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag“ bzw. das Kürzel „DZ“ verwendet.

 

Wann muss sie bezahlt werden?

Wenn Ihre Umsätze (der Kammermitgliedschaft zuordenbar) die Freigrenze von EUR 150.000,- übersteigen, dann muss diese entrichtet werden.

Wenn Ihre Jahresumsätze idR im Bereich der Freigrenze liegen, erfolgt die Überprüfung mit dem letzten Quartal. Wurde im 4. Quartal die Freigrenze überstiegen, dann wird die Kammerumlage mit dem 4. Quartal für das ganze Jahr entrichtet.

Ob die Freigrenze überschritten wird, ist vom Kammermitglied selbst zu überprüfen bzw. ist die Kammerumlage auch selbstständig zu berechnen und zu überweisen. Eine Vorschreibung durch die Kammer erfolgt nicht.

Grundsätzlich ist diese quartalsmäßig zu berechnen und am 15. des Folgemonats an das zuständige Finanzamt zu überweisen (1. Quartal = 15.05.; 2. Quartal = 15.08.; 3. Quartal = 15.11.; 4. Quartal = 15.02.).

 

Wie wird diese berechnet?

Die Kammerumlage beträgt 0,3 % aller geltend gemachten Vorsteuern.

Achtung: Die Freigrenze bemisst sich an Ihrem Umsatz. Die Berechnung der Höhe hingegen basiert auf der geltend gemachten Vorsteuer!

In ProSaldo.net und den ProSaldo Studio Buchhaltungsprogrammen können Sie die Kammerumlage direkt vom Programm berechnen lassen. Dazu erstellen Sie die Auswertung „USt-Zahllast“ für das entsprechende Quartal (z.B. Zeitraumauswahl Juli bis September für das 3. Quartal) oder mit der Zeitraumauswahl Jänner bis Dezember für das ganze Jahr. Im gleichen Auswahl-Fenster aktivieren Sie das Kästchen „Kammerumlage berechnen“.

 

[caption id="attachment_3591" align="alignnone" width="600"]Screenshot: Beispiel aus ProSaldo.net Screenshot: Beispiel aus ProSaldo.net[/caption]

Für die Selbstberechnung addieren Sie alle geltend gemachten Vorsteuerbeträge des betreffenden Quartals und ermitteln davon die 0,3%.

 

Verbuchung in der E/A-Rechnung

Für die Verbuchung legen Sie als ersten Schritt ein entsprechendes Ausgabenkonto an:
Kammerumlage01

Beispielbuchung für Zahlung über Bankkonto:

Kammerumlage02

Verbuchung in der doppelten Buchhaltung

In der doppelten Buchhaltung unterscheidet sich die Verbuchung der ersten 3 Quartale vom letzten Quartal, da die Überweisung erst im nächsten Jahr erfolgt.

Buchungsbeispiel für die Quartale 1 bis 3

Kammerumlage03

 

 

 

 

 

 

Buchungsbeispiel für das 4. Quartal

Die Kammerumlage des 4.Quartals wird erst im Folgejahr bezahlt, dennoch muss der Aufwand der richtigen Periode zugeordnet werden. Daher wird der Aufwand zum 31.12. als Verbindlichkeit erfasst.

Kammerumlage04

 

 

 

 

 

 

 

Mit der Zahlung am 15.2. des Folgejahres wird die Verbindlichkeit wieder aufgelöst.
Kammerumlage05

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