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Die Verbuchung von Skonti in der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung

4. November 2011 von Martina J.

Eine von Einnahmen-Ausgaben-Rechnern häufig gestellte Frage bezieht sich auf die richtige Verbuchung von Skonti. Grundsätzlich erfolgt die Verbuchung gar nicht - außer die Erfassung ist zu Informationszwecken erwünscht.Im vorliegenden Blogartikel wird anhand der ProSaldo.net Einnahmen-Ausgaben-Rechnung erläutert, wie ein Skonto-Konto angelegt und wie die Verbuchung vorgenommen werden kann.

Warum ist die Verbuchung nicht notwendig?

Die Erfassung der Einnahmen und Ausgaben erfolgt bei der IST-Versteuerung zu jenem Zeitpunkt, an dem die Zahlung erfolgt und mit jenem Betrag, der auch tatsächlich bezahlt wurde. Sie verbuchen daher mit jenem Datum, an dem das Geld eingelangt "IST" und den Betrag, der am Konto "IST".

Da für den Skontobetrag nie eine Geldbewegung stattfindet, kann dieser keine Auswirkung auf die Buchhaltung nach der IST-Versteuerung haben.

Dies gilt sowohl für die Ausgabe im Sinne der Einkommensteuer als auch für die Steuer-Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer.

Beispiel:
Sie erhalten am 20.09.2011 eine Eingangsrechnung über EUR 1.200,- inkl. 20 % USt für Waren. Am 04.10.2011 wird die Rechnung mit Abzug von 3 % Skonto bezahlt:

Gibt es eine Möglichkeit, den Skonto trotzdem zu erfassen?

Wenn Sie zu Informationszwecken wissen wollen, wieviel Skonto Ihre Kunden in Abzug gebracht haben bzw. welche Ersparnis ausgenützte Lieferantenskonti gebracht haben, kann man die Skonti auf eigenen Konten verbuchen.

Unbedingt beachtet werden muss dabei, dass Sie für jede Kennzahl des E 1a (Beilage zur Einkommensteuererklärung, in der die Einnahmen und Ausgaben nach Art angegeben werden müssen) ein eigenes Skonto-Konto verwendet wird. Es darf zB nicht der für Warenlieferungen in Anspruch genommene Skonto im E 1a in der Kennzahl für die übrigen Betriebsausgaben ausgegeben werden.

Es sollte daher für die relevanten Gruppen ein jeweils eigenes Skonto-Konto verwendet werden:

• Umsatzerlöse
• Waren und Rohstoffe
• Fremdleistungen
• geringwertige Wirtschaftsgüter
• Instandhaltung von Gebäuden
• Werbung
• übrige Betriebsausgaben

 

Wie wird das Skonto-Konto angelegt?

Die einfachste Variante ist das Kopieren eines bestehenden Kontos aus dem Bereich. Öffnen Sie das Menü "Konten", wählen Sie das bestehende Ausgabenkonto und klicken Sie anschließend auf das Symbol "Kopieren".

Für das zuvor angeführte Beispiel wird das Konto "WEK" (Wareneinkauf) als "WEK-SK" für Skonto zu Wareneinkauf kopiert.
Skonti

 Wie erfolgt die Verbuchung des Skontos?

Soll das Beispiel (Sie erhalten am 20.09.2011 eine Eingangsrechnung über EUR 1.200,- inkl. 20 % USt für Waren. Am 04.10.2011 wird die Rechnung mit Abzug von 3 % Skonto bezahlt.) mit Skonto verbucht werden, erfolgt dies mittels einer Splitbuchung.

Die Grunddaten der Buchung (Beleg, Datum, Zahlbetrag, Zahlungsmittelkonto) bleiben dabei gleich, lediglich unter "E/A" erfolgt keine Eingabe. Stattdessen klicken Sie auf "Split E/A".

Im Splitbereich wird am eigentlichen Ausgaben-Konto der volle Betrag eingegeben, am Skonto-Konto der Skonto mit Minus vor dem Betrag. Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass in der Skonto-Zeile der gleiche Steuercode wie bei der Ausgabenzeile eingegeben wird.


Ist der Restbetrag 0,00, kann die Spliterfassung mit dem Button "Split übernehmen" abgeschlossen werden. Klicken Sie auf Buchen, um die Buchung im Journal zu speichern.

In Summe ergibt sich durch die beiden Splitzeilen wieder der Zahlbetrag. Ein weiterer Vorteil dieser Erfassung ist, dass Sie den vom Programm in der ersten Zeile errechneten Steuerbetrag mit dem auf der Rechnung ausgewiesenen Steuerbetrag vergleichen können und damit die Auswahl des richtigen Steuersatzes geprüft werden kann.

Auf den Skonto-Konten können Sie durch diese Buchungserfassung ablesen, welche Skontobeträge in Abzug gebracht worden sind, ohne dass sich die Ausgabe oder der Steuerbetrag in Summe verändern.

Kann diese Buchungsmethode auch rein zur Umsatzsteuer-Kontrolle verwendet werden?

Stimmen der zu zahlende Betrag und die Rechnungssumme nicht überein (wie zB bei nachträglichen Rabatten, Anrechnung von Gutschriften, Skonti uä), ist die Überprüfung des am Beleg ausgewiesenen Steuerbetrages schwierig. Selbstverständlich kann die Splitfunktion auch nur zur Überprüfung der Umsatzsteuer angewendet werden. In diesem Fall verwenden Sie einfach für beide Zeilen das gleiche E/A-Konto:

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Das sagen die Anwender:

Christian Haberl
Meine Lieblingsfunktion? Die Umsatzsteuer-Voranmeldung! Da klick ich drauf, es kommt fix und fertig. Das finde ich faszinierend!
Elisabeth Maurer, VedaVital
ProSaldo.net war von Anfang an selbsterklärend, sodass wir mit wenigen Rückfragen bei unserer Steuerberaterin selbstständig mit dem Programm arbeiten konnten.